Archive for Februar, 2006
aus aktuellem anlass
Montag, Februar 27th, 2006Antwort: Natürlich Gabi, aber nur auf Narrensitzungen, da diese überdacht sind (Stichwort Stallpflicht). Der Rosenmontagsumzug findet also in diesem Jahr ohne deine Lieblingsgruppe statt.
Übrigens: Viele Fachleute sehen in “de Höhner” das Alpha-Tier, das für den Ausbruch der Grippe verantwortlich ist.
Ab morgen dann wieder gute Scherze…
stolz
Sonntag, Februar 26th, 2006
Ist die gleiche Nation mal nichtmehr ganz so stolz auf ihr Raumfahrer, explodiert eben schnell die halbe Apollo 13, die Mannschaft kann trotzdem gerettet werden und weil sie so tapfer waren ist man wieder stolz. Dies macht dann auch wieder vergessen, dass man offensichtlich mit einem nicht ganz so stolzen Haufen Schrott durchs All fliegt. Wenn Passagierflugzeuge halb New York einstauben ist das auch erstmal kein guter Anlass zum stolz sein, aber zum Glück liegen unter den Trümmern auch noch ein paar Feuerwehrleute, und schon ist die Stolzenwelt wieder beisammen. Wenn´s an Gründen mangelt ist man zur Not mal stolz aufs Butterbrot am Morgen und die Errungenschaften der Toilettenspülung. Geeignet ist jeder Lebensbereich und so liefert die google Bildersuche folgendes als ersten Suchtreffer zu “pride”:

Nachtrag 02.03.:
Neues vom Stolz
marschale
Samstag, Februar 25th, 2006führungsebene
Freitag, Februar 24th, 20061. Einlasskontrolle am Reichstagsfest. Wer kleiner ist als so kommt gratis rein.
2. Der Führer muss mal. Natürlich ist das Wesentliche wegretuschiert.
3. FH steht für Falkner Hitler. Hier landet gleich der Reichsadler.
not butter
Donnerstag, Februar 23rd, 2006
Wie vermerkt man wohl die Entleerung dieses Lebensmittels auf seinem Einkaufszettel?
- 1l Milch
- 6 Eier
- 1 Flasche I can´t believe it´s not butter
- 1KG Mehl
oder so?
- 1l Milch
- 6 Eier
- 1 Flasche Sprüh-Unglaublichabernicht-Butter
- 1KG Mehl
Chuck Norris übrigens CAN believe it´s not butter.
schlauer als florian silbereisen II
Mittwoch, Februar 22nd, 2006
Dinge, schlauer als Florian Silbereisen. Heute: Petersilienstrauch mit Clown
schlauer als florian silbereisen
Dienstag, Februar 21st, 2006
Dinge, schlauer als Florian Silbereisen. Heute: zweieinhalb Klöse, Leberwurstfüllung, Speckrahmsoße.
nicht sauber. rein.
Montag, Februar 20th, 2006umwelttechnik
Sonntag, Februar 19th, 2006sehr pützig
Samstag, Februar 18th, 2006lanoo - teil 7: die nachwehen
Donnerstag, Februar 16th, 2006
Wer hätte gedacht, wieviel man doch für ein Taxi ausgeben kann…
Jetzt war es an der Zeit das Erlebte jemandem zu erzählen. Wie gut, dass Kollege Schrottblogger grade um die Ecke wohnt und Besitzer einer Haustürklingel ist. Erstaunlicherweise öffnete sich die Tür allerdings auch nach 15minütigem Dauerfeuer seitens Herrn Amarettos nicht und so zogen wir weiter. Hier allerdings war der kritische Punkt, an dem ich glaubte ein prima Artist zu sein. Dies demonstrierend spielte ich mit der Fackel, drehte sie, warf sie, und schwubs war klar, dass es sich um eine Ölfackel handelte, deren Inhalt nun vollständig auf meiner (besten) Jacke war. Dort stank er als gäbe es kein Morgen, während wir in einer Dillinger Kneipe (mir) unbekannten Namens ein Bier und ein Taxi bestellten. Beides kam unverzüglich und so summierten sich die Kosten des Abend auf Rollings Stones-Niveau.
Nach einem letzten Abendmahl trennten sich dann unsere Wege, wir waren glücklich und freuen uns schon jetzt auf die Flippers 2007.
Fin
Nachtrag:
Das Video vom Lanoo
lanoo - teil 6: die predigt
Mittwoch, Februar 15th, 2006

Die Masse kreischte derart laut, dass unsere aus tiefster Seele dringenden Lanoo-Rufe unterzugehen drohten. Da war er, direkt aus anderen Sphären, eins siebzig groß und mit Turnschuhen, hoppla, er war ein Mensch. Aber was für einer. Er spielte sie alle, all seine Hits, wir bekamen zunächst aber nicht von alldem mit, wir mussten weiter und weiter Lanoo brüllen. Dies nahm er wahr, er wusste, wo seine wahren Jünger standen. Die anderen nicht ganz so wahren Jünger resp. Fans des Sängers Christian Anders hingegen waren mehr und mehr entnervt von dem Gebrülle aus unserer Ecke und versuchten sich unserer mit Hieben und Schubsern zu entledigen. Wir hingegen ölten unsere Stimmen mit dem eben errungenen Messweins und brüllten weiter. Zwei einzelne Junge Damen wagten dann doch die Frage, was um Himmels Willen wir den da riefen. Wir erklärten es kurz und fuhren fort. Zu “Geh nicht vorbei als wär´nichts geschehen” riss er sich unter dem frenetischen Jubel des Publikums sein Haarband aus dem Schopf, wir unterbrachen die Lanoo-Rufe nur um seine Hits mitzusingen.


Ein Feuerwerk an Licht und Nebeleffekten hüllte die Bühne in biblisches Ambiente. Uns war klar: Die Halle wird nicht ohne ein Bild mit dem Meister verlassen. Ein harscher Versuch in die erste Reihe vorzustoßen endete mit blauen Flecken und so versuchten wir unser Glück am Rande der Bühne. Dann passierte das, was einfach passieren musste: Sämtliche Batterien in beiden Fotoapperaten gingen gleichzeitig zu Neige. Die Predigt war beendet, ich sprang auf die Bühne um den Meister abzufangen. Diesen hatte Herr Amaretto unterdessen bereits aufgehalten und so luden sich die Batterien bei einer Handberührung mit ihm wie durch ein Wunder wieder auf.


Es war vollbracht, wir hatten die gewünschten Fotografien erstellt, unser Herzschlag hatte ein Maximum erreicht, unsere Pflicht war erfüllt!
lanoo - teil 5: die vorhut
Dienstag, Februar 14th, 2006
Der erste Künstler, den wir - bedingt durch spätes Erscheinen - zu Gesicht bekamen war ein gewisser Herr wieauchimmer . Dieser war wie sich herausstellte offensichtlich in seiner Hauptfunktion ein Dillinger Eisdielenbesitzer, der sein Hobby zum Hobby machte und nun auch mal singen darf. Wie oft im Leben er derart große Bühnen betritt ist nicht überliefert, mangelndes Engargement kann dem guten Mann jedoch nicht nachgesagt werden. Wie ein wildgewordener Stier stand er einfach so auf der Bühne herum und sang.
Er sang von Liebe, er sang von Schmerzen, er hatte Schmerzen. Weitere Themengebiete waren insbesondere Heimat, Kindheit, wieder Liebe und besonders großer Schmerz, wahrscheinlich Trennungsgeschichten. Ganz genau wurde dies nicht klar, da wir beide des Italienischen nicht mächtig sind. Vor soviel Leid, wie es der covernde Eisbecher-Romeo versprüte schoss neben dem Schmerz auch noch eine Unmenge an Schweiss aus ihm heraus, mittenhinein in seine unglaubliche Jacke, die in bunt gut in Sgt. Peppers Kapelle gepasst hätte.
Mit ihm endete auch schon das Aufwärmprogramm, auch wenn er später noch einmal mit einem der “echten” “Stars” 
Dieser gründet seine Existenzberechtigung sehr wahrscheinlich darauf, dass er vor Jahren mal bei Super RTL im Schlagerklub einen trällern durfte. Auch seiner eigenen Homepage ist nur wenig interessantes zu entnehmen, außer dass er sein Lebensziel (”Star werden”) auf ganzer Linie verfehlt hat. Aufschlussreicher hingegen ist die Seite seiner Fans, sie verrät nämlich auf welchen großen Bühnen der Star so steht. Auf einer früheren Homepageversion stand sogar seine Gehaltsforderung und die war lächerlich niedrig, für das Gebotene aber ein schlechter Scherz. Wie bereits erwähnt wurde eben jener Franke erstes Opfer des DJ´schen Unvermögens, was um ein Haar dazu geführt hätte, dass er ein Lied zweimal hätte singen sollen. Wütend fuhr er den armen, unfähigen Computerbediener an, so dass sich folgendes Fazit ergibt: Christian Franke ist ein verbittertes, vom Leben enttäuschtes Arschloch.

Drum schnell weiter mit Künstler Nummer 3, und damit dem unmittelbaren Vorprogramm von Christian Anders: Francesco Napoli, dem Roberto Blanco unter den deutsch-Italienern. Jessy, wie seine Fans oder zumindest ich ihn jetzt mal nennen, ist was Herr Eisdielenbesitzer erst noch werden muss. Er ist ein Charmeur, Frauenliebhaber und -versteher und ebenfalls Homepagebesitzer. Wunderbar schleimig leitete er durch den Abend, und holte als besonderes Highlight mehrere junge Damen auf die Bühne,die er lanoo - teil 4: die fans
Montag, Februar 13th, 2006Das Publikum war bunt gemischt, von jungen Damen bis hin zu der Generation mitte 50, die früher zu der Musik des Abends in ihrer Disko getanzt hatte. Naja, zumindest zu der von Christian Anders. Manchen sah man sehr deutlich an, dass sie auf ein bestimmtes Lied warteten, zu dem sie ihre heutige Frau 1970 zum ersten mal geküsst hatten, andere hingegen waren Freunde von Christian Andersens Bruder.
Diese wilde Melange kam jedoch bestens miteinander aus. Während die Alten tanzten, träumten die Jungen von Christian Franke, dem unbedeutenden Idol ihrer Zeit, der später die Masse für Christian Anders anheizen durfte, oder kauften sich bunte Wedelleuchten, deren Batterieleistung rechtzeitig zum Auftritt des Meisters versagen sollten.
Ganz vorne waren hingegen folgende beiden Herren: Der jüngere der beiden war so etwas wie der einsame Wolf, der seit 20 Jahren die Musikgeschichte verschlafen hatte.

Für ihn endete diese mit der dritten Hitsingle von Christian Anders. Ihm konnte kaum etwas schöneres passieren, als seinen Star hautnah in seiner Heimat zu haben, er hatte ihn schon etwa 35 mal auf seinen Bühnen begleitet. Der andere hingegen war seiner Frau abgehauen.


Nein nein, nicht im Sinne von Scheidung oder so, es war mehr ein “Entlaufen”. Den Kopf voller Senilität reichten seine Gedanken gerade noch, um die alte Mundharmonika aus der Schachtel zu nehmen und sich damit aus der Wohnung zu schleichen, mitten hinein in das Konzert von diesem Dings, wie hieß der nochmal? Dieser Christian Anders, der mit dem Mundharmonikajungen. Und diesem Playbackhasen auf der Bühne blies er, in der ersten “Reihe” stehen, das ganze Konzert hindurch sein Instrument um die Ohren, forderte ihn LAUTSTARK auf, endlich das gewünschte Lied zu präsentieren und überreichte ihm schließlich, als dieser aufgab und das fremde Lied, welches sich zufällig in der Karaokesammlung befand, spielte, seine Tröte und wollte ihn spielen sehen. Angewiedert, soviel darf ich von dem Konzert vorweg nehmen, machte Christian Anders einige Andeutungen von Harmonikaspielen, etwa so, wie wenn man die Sandsuppe “probiert”, die die Kinder im Sandkasten “gekocht” haben, und gab die Sabberpfeife zurück. Der Greis war nun seelig, was er in der nächsten Sekunde allerdings schon nichtmehr wusste, und Christian Anders fragte sich, warum er eigentlich noch arbeiten muss.
Dann gab es noch den Kirmesstand, an dem man die eingangs bereits erwähnten Leuchtapperaturen erwerben konnte. An jenem Stand arbeiteten zwei Boxbahnbauer auf Winterurlaub, aber auch hier sagen ja Fotos mehr als tausend Worte.


Im Prinzip wäre es auch nicht all zu kompliziert, auf die Gäste einzeln einzugehen, aber lieber lass ich´s sein und rede fortan über das Konzert selbst…
lanoo - teil 3: die halle
Sonntag, Februar 12th, 2006
Über unseren Köpfen hing eine Diskokugel gigantischen Ausmaßes, das ganze Areal war abgeschirmt durch den Fangzaun der Eishockeyzone. Gegenüber der Bühne versorgten mehrere Getränke- und Nahrungsstände das nimmersatte Publikum mit kulinarischen Hochgenüssen wie Lasagne und Spaghetti, für die Francesco Napoli auf der Bühne (namentlich) warb. Je fünf Besuchern war eine Servicekraft zugeteilt, was die Alkoholaufnahme unsererseits stark beschleunigte. Kreisförmig um die Bühne aufgestellt waren dutzende Biertische und -bänke, fast alle schon reserviert und folglich für den restlichen Abend für uns unzugängig. Dieses Vorgehen war dem Publikum im Verlauf etlicher Pauschalurlauben indoktriniert worden: Steh mitten in der Nacht auf, leg dein Handtuch auf eine noch freie Liege und am Nachmittag gehört sie Dir! Unser Fehler, klarer Fall.Gott sei dank hatte man darauf verzichtet die Eisfläche beizubehalten, denn der Abend dauerte etwas länger und fand für uns hauptsächlich stehend statt. Stehplätze gab es genügend, und so liegt auch der Verdacht nahe, dass die Servicekraft-zu-Besucher-Quote zuvor eher mit 1:50 kalkuliert worden war.
Den visuellen Orgasmus stellte das an die Bühne angegliederte DJ-Pult und insbesondere der darauf befindliche DJ nebst Arschkriecher dar.
Dieser war für die musikalische Gestaltung der Pausen, insbesondere aber für das Anschalten der Playbackdateien auf seinem Rechner zuständig. Diese Aufgabe erledigte er in etwa 90% der Fälle fehlerfrei, die anderen 10% führten dazu, dass wir das eine oder andere Christian Franke Lied auch noch ein zweites mal zu hören bekamen.Und so begann die Show…
lanoo - teil 2: die fahrt
Samstag, Februar 11th, 2006

Als Anreisemethode entschieden wir uns für den Zug nach Nirgendwo bzw. Dillingen. Am Bahnhof angelangt besorgten wir noch schnell das Nötigste an Getränken und begaben uns dann, bepackt mit Paderborner Pilsener (Jetzt auch in der Mehrwegflache) und Chantré (Amaretto war aus, Chantré passte optisch am besten zu uns) auf eine Fototour nie dagewesenen Ausmaßes.
Die neidigen Blicke der anderen Fahrgäste prallten an uns ab wie die Zeit an Christian Anders. Vorwärmen war jetzt angesagt und so reichten die Vorräte auch mal gerade noch so bis zum Bahnhof. Dort hatte vor uns die Legasthenieschule Differten ihren Jahresausflug gestartet und dieses Ereignis für die Nachwelt in künstlericher Form an den Wänden festgehalten.


Standesgemäß wartete vor dem Bahnhof bereits ein Mercedes mit laufendem Motor auf uns, einzig darauf bedacht uns schadenfrei und schnellstmöglich in die göttlichen Hallen zu befördern. Als dem Taxifahrer dann unser Äußeres erklärt und die Route beschrieben war waren die gefühlten dreihundert Meter bis zur Eislaufhalle auch schon überwunden, der Fahrer hiermit aber noch lange nicht entlassen. Herr Amaretto konnte nicht ausschließen, von ihm später noch ein 3D-Bild zu benötigen und so lichtete er ihn von allen Seiten solange ab, bis sichergestellt war, dass die Blitzlichter, die seine Augen trafen, diese für den Rest der Nacht unbrauchbar gemacht hatten.
Das Ziel unserer Reise war erreicht, wir standen vor der Halle, die für den Rest der Nacht unsere Heimat sein sollte. Es war ein bewegender Moment, Gänsehautatmosphäre, es war die Eissporthalle Dillingen.
lanoo - teil 1: die karte
Freitag, Februar 10th, 2006Als mein Herzschlag wieder einsetzte und meine weichen Kniee wieder zu Standhaftigkeit kamen, näherte ich mich langsam dem Wagen. In der Tat, Christian Anders sollte in die Stadt kommen. Zwar nicht in die meinige, aber in irgendeine, sogar noch im gleichen Bundesland. Mit ihm weitere Schlagerstars wie Christian Franke und Francesco Napoli, die aber kein Mensch kennt. Ehrlich, die Namen hat noch niemand je gehört. Wer jetzt denkt, das sagt mir was, der irrt. Bestenfalls im Zusammenhang mit Pasta, keinesfalls mit Musik (im weitesten Sinne).
An dem Wagen angekommen kam auch schon dessen Besatzung hinzu, die ich umgehend nach einem ebensolchen Plakat fragte. Leider leider konnten sie mir damit nicht dienen, fragten aber dennoch nach, ob ich denn da Fan sei oder wie? Dies konnte ich ruhigen Gewissens bestätigen, und so hatte man doch noch ein kleines Andenken für mich. Es handelte sich dabei um den Nachdruck des Plakates im Kleinformat und bei näherer Betrachtung um eine Freikarte.
Als nächstes sah ich, wie einer der Plakatkleber mir auf die Brust schlug, aja, jetzt ging auch mein Herz wieder. Ich nuschelte irgendwas von danke und brhchah und entfernte mich, nur um gleich darauf den zukünftigen Mitkonzertbesucher darüber zu informieren, dass er demnächst was vor hat. Herr Amaretto, so sein Name, und ich sollten bald eine Reise antreten, die so schnell niemand vergisst…
rotary club
Donnerstag, Februar 9th, 2006fussballfunktionäre
Mittwoch, Februar 8th, 2006wachtechnik
Dienstag, Februar 7th, 2006+++hauptstadtreport IV+++
Montag, Februar 6th, 2006Die unten abgebildete Treppe erfüllt keinen Zweck, außer das Treppe-sein als solches wäre zweckhaft. Sie steht einfach so da, mitten im S-Bahnhof und auf der unerreichbaren Seite der Schienen. Und : Nein, es handelt sich nicht um Kunst!
Reden wir über Sex. Wie im Zusammenhang mit billigen Bräuten bereits angedeutet gehört Sex zum Leben des Berliners wie der Ketchup auf die Currywurst. Sex findet in Berlin täglich tausendfach statt, oft unbeobachtet hinter dicken Mauern, manchmal homoerotisch auf diesen.
Auch in folgendem Bildbeispiel spielt Sex keine untergeordnete Rolle, wenn gleich er gut getarnt hinter der Drogenfassade steckt. Einzig Rock´n´Roll erwartet man hier vergeblich.
Ich verliere allmählich den Überblick in der großen Stadt. Was kann ein einzelner Mensch anrichten gegen all den Wahnsinn? Ich muss zurück in die Geborgenheit der Kleinstadt. Ich muss Berlin verlassen und werde mich ab morgen wieder aus meinem Büro in Saarbrücken melden.
+++hauptstadtreport III+++
Sonntag, Februar 5th, 2006
Gestern waren wir auf dem Berliner Friedhof wie obiges Bild von Capt´n Jacks Urne belegen kann. Und zurück zum Thema Aternativität in Berlin: Jetzt hat doch tatsächlich jemand die Idee gehabt in Neu-Köln mal deutsche Küche anzubieten. Ob das einen ähnlichen Boom erfährt wie damals die Pizza?
Schenkt man der Werbung Glauben, so scheint es so zu sein, dass hier die Bräute (resp. Bunnys) billig und willig sind. Gleichzeitig fällt auf, dass im Gegensatz zu Saarbrücken in Berlin der Trend zum Pelzstiefel mit zwei Puschel-Pömpeln vorne dran entweder noch nicht angekommen oder seit Sommer wieder vorbei ist.
Mit dem richtigen Gespür für die kommenden Trends beendeten wir unsere Stadtinspektion im Szene-Viertel 2017, Neu-Köln. Dort lautete die Erwiederung auf die Bitte um Bier etwas anders, nämlich “Kugel oder Henkel?” bzw. “Kuujääll oah Hänkjelll?” womit die äußere Beschaffenheit des Gebindes erfragt wird. Die altdeutsche Schrift entspricht auch den Wünschen des Publikums in seiner gesamten Breite. Die Stammkunden, die diesen Status von ihren Eltern erbten (Dieser Vorgang ist bekannt aus der Autoversicherungsszene) haben so noch schreiben gelernt, der junge Teil des Publikums (flotte Biene mit Freund und zukünftigem Freund) wählt Onkelz aus dem Jukebox-Angebot und uns damit raus. Mal sehen was der Sonntag bringt…
+++hauptstadtreport II+++
Samstag, Februar 4th, 2006
Dank bester Kontakte bis in die obersten Etagen leitete ich gestern kurz eine Sitzung des Verteidungsaussusses, erklärte Österreich den Krieg und versuchte Bayern rauszuwerfen, was mir jedoch nicht gelang.
Dann wurde es Nacht in Berlin. Und irgendwie hängt man hier der Entwicklung etwas nach. Der Trend zum Schubladenbett, der in Rest-(west-)Deutschland bereits Mitte der 80er abebbte erlebt hier nie gekannte Dimensionen. Auch die Existenz von elektronischen Helferlein der Kategorie Photoshop wird von den beauftragten Werbeagenturen konsequent ignoriert. Die Tänzer der Eisgala sehen ja auch noch aus wie rote Agenten.
Auffallend ist ebenfalls, dass man hier in Neu-Kölln weder akzentfrei redet, noch schreibt, gleichzeitig aber selbst den letzten Müllsack noch unter Denkmalschutz stellt.
Unsere lange Kreuzberger Kneipennacht endete gestern dann noch zum Bierkauf in einem der gefühlten 100.000 Kebabläden, wo ich zum Abschied dem Trinker (deutsch) am Spielautomat noch mit auf den Weg gab, dass ER Deutschland ist, was er mit einem “brakdfrugfdsafhä?” quitierte. Mehr morgen…
+++hauptstadtreport+++
Freitag, Februar 3rd, 2006
Kaum war mein Gepäck durchgewunken kam es auch schon wieder zurück, denn warum Fliegen wenn dableiben auch schön ist und so strich man kurzerhand meinen Flug. Wegen Nebel, was Ausreden… Also Gepäck zurück, Flug auf 2 Stunden später umbuchen, Gepäck wieder hin. Diesmal ohne Sprengstoffnachkontrolle, also das wäre der Weg für die Bombe gewesen.
Die Berliner sind anders als andere Kinder, das kann ich nach der ersten Nacht hier schon mal verraten. Nur hier folgt auf die Bitte nach Bier nicht die Herausgabe eines ebensolchen sondern die Frage: Pilsator oder Sterni? Ja gute Güte, darfs ein bischen alternativer sein? Morgen mehr, dann ganz bestimmt mit Bildern von koksenden Promis mit Nutten unterm Arm, denn erstens ist Berlinale und zweitens hab ich jetzt einen Besuchstermin im Bundestag.
texter
Donnerstag, Februar 2nd, 2006weltpresse
Mittwoch, Februar 1st, 2006
Aus dem Land der Freiheit wurde mir der Welt einzig glaubwürdig Blatt zugespielt. Der Unterschied zum deutschen Pendant Titanic besteht nur darin, dass dieses hier keine Satirezeitschrift ist. Der verängstigte Leser kann nur hoffen, dass Utuu, eine Mischung aus Eisbär und Schwertfisch, niemals sein Haus erreicht, denn auch der Waffengebrauch birgt Gefahren. Zwar nicht diejenigen, an die der durchschnittliche Mitteleuropäer denken wird, aber selbst für den härtesten Cowboy scheint die Aussicht, die Waffen nichtmehr ablegen zu können, keine gute zu sein - wohl weil dies bedeuten mag, dass das Nachladen unmöglich wird.

































