Der Gartenzwerg-Marsch machte sie berühmt, ihr sächsischer Humor zeitlos, die Einführung tierischer Maskottchen schließlich zum Kult: Die Jacob Sisters, vor ihrer Umwandlung als frère jacques und danach kurz als Geschwister Jacob on the road machten einmal mehr Station im Saarland. In klassischer Viererbesetzung angereist schickten sie sich an, dem Rundfunk Rede und Antwort zu stehen. Doch der Reihe nach…
Die Jacobinerinnen: Lou-Ann, Virginia, Sue und Rosi Sister (v.l.n.r.).
Kaum zwei Minuten waren die Schwestern in den Sendestudios, da geschah auch schon das Unfassbare. Produktionshelfer Mazze, einsneunundneunzig und ein wahrer Tobert gibt nicht richtig acht, schon ist es um Lou-Ann geschehen. Ein Schritt zu weit und die Ärmste klebt unter seiner Sohle. Der ganze Sendeablauf gerät durcheinander. Doch die Trauer währt nur kurz. Vollblutprofis, die die verbliebenen Schwestern nun mal sind, lassen sie sich auf eine Seebestattung am Fuße des
künftigen Sendemastes ein, springen ins Trauerkleidchen, singen zum Abschied den Gartenzwerg-Marsch in e-moll und erscheinen keine fünf Minuten später bereits wieder im Studio.
Gefahr: Ein Schritt zu weit und eine Weltkarriere klebt am Schuh.
Servus, Lou-Ann: Ein letztes WauWau an der letzten Ruhestätte.
Traurig: Schwester S auf dem Weg zum Teich.
Nun kann endlich der Showteil des Tages beginnen. Hund Maik wurde gleich mit versenkt und so sitzen nun die restlichen Schwestern, inzwischen wegen des erhöhten Platzangebotes auf der Couch ganz froh um den Unfall, mit den verbleibenden Hunden Steve, Mario und Jaqueline vor den Kameras.
Wünschte, ER wäre tot: Pudel Jaqueline.
Professor Leonardi.
Show must go on: Sue Sister.
Plant den Suizid: Pudel Jaqueline.
Die Sisters of Jacob erzählen nun Details aus 80 Jahren Showgeschäft. Emigration aus der DDR nebst Abschiedsgeschenk und bester Wünsche von der Parteiführung, Las Vegas, Hongkong, Japan, Tasmukistan, kein Land der Erde haben diese Damen nicht bereist. Der Euro sei es, der den Leuten das Geld aus der Tasche ziehe und damit in direkte Konkurrenz zu ihnen trete, da nun häufig das Geld für Konzertbesuche fehle. Das Talent ist schließlich nach wie vor unverändert. Die Pudel sind inzwischen gelangweilt eingeschlafen und träumen vom baldmöglichen Erreichen des Hundehimmels.
Üben schon mal für die Zeit nach dem Leben: Pudel Mario und Steve.
Resignation: Früher oder später haben auch sie es geschafft.
Nun stürzen sich die mannstollen Damen noch auf das junge Gemüse im Haus. Herr Palomas und die anderen lehnen höflich ab und vertrösten auf das nächste Mal. Ein Foto jedoch kann ihnen nicht verwährt werden, Herr Palomas kann keine Seniorentränen sehen.
Hat noch Puls: Jaqueline.
Freche Zärtlichkeiten: Herr Palomas pustet neckisch in der Schwester Haar.
HaHaHa: Versönlicher Abschluss eines aufregenden Tages.