
Start the Party - Teils eingekäfigt telefonierten selbsternannte “Fans” nach außen. Liebe über Funk.
Zurück in die Neuzeit. So genannte “Freunde” hatten Wind von einem Pur-Konzert in Trier bekommen und uns prompt die Karten dafür geschenkt. Wieder einmal stellte sich für uns also die Frage, wie denn ein guter Pur-Besucher auszusehen hat. Im Gegensatz zu Christian Anders schied das Mönchsgewand schon mal aus, blieben also noch Lachs-Sakko und Gelfrisur. Wir waren hin und her gerissen, entschieden uns letztlich für das dezente Reporter-Outfit. Undercover lassen sich eben doch die besten Impressionen einfangen. Open-Air war angesagt, Kaisertherme Trier, das klang jetzt schon ein bisschen weniger monströs als die Millionen-Zuschauer-Events, von denen man sich in Fachkreisen so erzählt.

Gedränge ist gar kein Ausdruck: Pur auf dem Gipfel ihrer Karriere. Mittig: Ein falsch gepoltes Paar.
Aus Angst vor Repressalien seitens der Security hatten wir den Amaretto zu hause gelassen und nur ein paar kleine Fläschchen Perlwein Pfirsich eingeschmuggelt. Wie sich herausstellte, wäre aber auch das Mitbringen eigener Bierfässer kein Problem gewesen, denn offensichtlich neigt der Pur-Besucher nicht zu Gewaltexzessen, weshalb sich die Eingangskontrollen auf ein freundliches Guten Abend und viel Freude beschränkten. Die sollten wir haben.

Versprochen: Kein einziger Tropfen Regen fiel an diesem Tag. Keiner!
Freundlicherweise hatte Pur mit dem Beginn der “Show” (ich muss hier noch so einige Anführungszeichen einsetzen, man stelle sich diese bitte als erhobene Hände mit auf und ab knickenden Zeige- und Mittelfingern vor) auf uns gewartet und fingen ihr Konzert mit gehöriger fünf-Minuten-Verspätung erst um kurz nach Sieben an. Für Gänsehaut-Stimmung sorgte Hartmut, für Festival-Atmosphäre eine Batterie von Dixi-Klos, die die Kaiserthermen vor der den von Hartmuts süßem Lächeln verzuckerten Körpern entfliehenden Harnsäure schützen sollten. Ein langer Gang führte zum Platz der Liebe, den Hartmut jetzt schon im Sack hatte.

Menschenmassen wohin man sieht. Die meisten kannten wir zwei Stunden später mit Vorname und Rucksackgröße.
Lesen Sie am Freitag: Wie wir Bier tranken. Wie wir Freunde machten. Wie´s weiter geht…