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Archive for Februar, 2008

purquoi pas? pt.6

Montag, Februar 18th, 2008

 (dem beharrlichen Christoph gewidmet)

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Ausbruchsicher: Pur hinter Stahl.

Musik gab´s übrigens auch. Als uns die Finger weh taten und wir uns nach gefühlten Stunden auf ein weiteres (nicht das zweite) Bier zurück zogen, fiel unser Blick zum ersten Mal auf die Bühne. Stimmt, Hartmut war ja auch da. Hartmut und die Jungs. Die waren allerdings so was von egal, man glaubt es kaum. Hartmut hatte einiges zu erzählen. Schlimm wurde es immer, wenn er diese Stimme auflegte. Ein bisschen kratzig, aber beruhigend, eher die schnurrende Babykatze. Sozialarbeiter eben. Die Stimme war grausam und ging direkt ans Herz. Das lag allerdings auch daran, dass sie alle Lieder mit einer persönlichen Note ansagte. Wer kennt das nicht: Freundin/Freund/Kanarienvogel hat einen verlassen, Schulden/arbeitslos/müde/ausgebrannt vs. Alterungsprozess/Kindheitserinnerungen/diegutealteZeit. Da war für jeden was dabei und das egal ob fröhlich-rockend oder baladisch-nachdenklich vorgetragen. Und dann diese Stimme, man wollte in Tradition des römischen Gemäuers Steine nach ihm werfen. Werfen? Sehr gut, wir hatten ja völlig unser Gebäck vergessen. Um den fehlenden Amaretto zu kompensieren, hatte ich eigens noch ein Säckchen Amarettinis besorgt. Wir verknusperten ein paar davon und warfen den Rest Hartmut zu. Die erwartete Raubkatzenreaktion bleib allerdings aus, Trockenfutter war er wohl nicht gewohnt.

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Knusper Knusper Knäuschen: Amaretto in Festform, verköstigt von Herrn Amaretto.

 

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Zu laut mitgesungen: Herr Amaretto ließ es regnen.

 

Den Moment, als ich ihm, wie er da so im Bühnengraben den Fankontakt suchte, auf die Schulter klopfte, verpasste der inzwischen auch ein wenig angeschlagene Kollege leider, so dass es hiervon keine Aufnahme gibt. Dass ich für diesen kurzen Augenblick erst einmal fünf knutschwilde Puranhängerinnen beiseite räumen musste, bleibt damit aber glücklicherweise mein Geheimnis.

 

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“DU willst gegen mich im Armdrücken gewinnen? DU? Gegen den Hartmut? Ma lachen hier…” Aber was gibt´s da im Hintergrund zu leuchten?

intermezzo

Montag, Februar 11th, 2008

Der PUR-Report geht bald weiter. Bis dahin verweise ich auf diese Wurstideen aus Österreich. Es gibt übrigens auch ein Schweinderl (wer dafür wohl Modell gestanden hat?)

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wolle mer ne rei lasse?

Dienstag, Februar 5th, 2008

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Wie das Zentrum für kranke Entgleisungen weiter berichtet hätten De Höhner dieses Jahr Saisonbedingt auf ein weiteres Handballlied verzichtet. Auch die Büttenrede von Kurt Beck (Burt Keck) fiel wegen eines Großfeuers (”Raktete”) ins Wasser. Der Orden wider den tierischen Ernst erhielt in diesem Jahr Gloria von Thurn und Taxis wegen “Mutterwitz, Charme und einem fantastischen Lachen”, während in Afrika weiter geschnackselt wird. Einzig Roland Koch fiel mit seiner Müllproduktion wieder aus dem Rahmen. Und Neapel natürlich, aber die sind ja keine Narren…

Morgen mehr von PUR.

purquoi pas? pt.6

Sonntag, Februar 3rd, 2008

Denen fiel sogleich auch auf, dass unsereins besonders häufig auf den Auslöser drückte, insbesondere, wenn die Kamera in ihre Richtung zeigte. Uns fiel besonders schnell ein, dass wir ja von der Zeitung kämen (ääh, hier Saarbrücker, ääh Stadt.. dings, Magazin), so dass fortan nicht mehr wir die Motive suchen mussten, sondern diese uns ansprangen. Eine Fanin hatte ihre Kamera vergessen und steckte mir ihre E-Mail-Adresse zu, damit ich ihr Bilder zuschicken konnte. Sie wollte mehr!

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Eine der Faninen wollte mehr. Andere auch.

Herr Amaretto und ich teilten uns auf. Das Geschehen um uns herum verschwand hinter den Suchern der Kameras. Unabgesprochen widmeten wir uns verschiedenen Motiven. Herr Amaretto spezialisierte sich auf vom Mann im Arm gehaltene Damen, ich arbeitete das Großthemengebiet kleine Rucksäcke ab. Wie sich herausstellte, konnte man diese Serien auch hervorragend kombinieren und daraus das Thema Männer, die Frauen im Arm halten und aus Platzgründen deren kleinen Rucksack tragen ableiten. Es war kaum möglich, all das zu erfassen. Ständig bewegte sich die Masse, scheinbar um unauffällig häufiger auf unsere Digitalfilme zu gelangen. Einige besonders schöne Exponate erfassten wir im Rausch der Sinne gleich zehn mal.

Säckchen im Liebesrausch. Hier die 27 schönsten Rückenschoner

Musik gab´s übrigens auch. Als uns die Finger weh taten und wir uns nach gefühlten Stunden auf ein weiteres (nicht das zweite) Bier zurück zogen, fiel unser Blick zum ersten Mal auf die Bühne. Stimmt, Hartmut war ja auch da. Hartmut und die Jungs. Die waren allerdings so was von egal, man glaubt es kaum. Hartmut hatte einiges zu erzählen. Schlimm wurde es immer, wenn er diese Stimme auflegte. Ein bisschen kratzig, aber beruhigend, eher die schnurrende Babykatze. Sozialarbeiter eben. Die Stimme war grausam und ging direkt ans Herz. Das lag allerdings auch daran, dass sie alle Lieder mit einer persönlichen Note ansagte. Wer kennt das nicht: Freundin/Freund/Kanarienvogel hat einen verlassen, Schulden/arbeitslos/müde/ausgebrannt vs. Alterungsprozess/Kindheitserinnerungen/diegutealteZeit.